Facharbeiter

Was ist ein Facharbeiter?

Grundsätzlich ist ein „Facharbeiter“ definiert als ein Arbeitnehmer, der eine Lehrabschlussprüfung (Facharbeiterprüfung) erfolgreich abgelegt hat und/oder hochqualifizierte manuelle Arbeiten ausführt.

In der Wirtschaft war ein Facharbeiter ein Arbeitnehmer, der eine technische oder gewerbliche Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen oder die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten durch entsprechende Berufserfahrung erworben hatte. Heute wird er als Facharbeiter bezeichnet.

Diese berufliche Qualifikation unterscheidet ihn vom ungelernten Arbeiter. Personen mit einer kaufmännischen Ausbildung oder mit einem akademischen Abschluss werden seltener als Facharbeiter bezeichnet.

In der DDR gab es eine Vielzahl von staatlich anerkannten Ausbildungsberufen mit der Berufsbezeichnung Facharbeiter, zum Beispiel Facharbeiter für Betriebstechnik oder Facharbeiter für Nachrichtentechnik.[1] Der Begriff Facharbeiter kommt in den heutigen Ausbildungsberufen in Deutschland nicht mehr vor, stattdessen wird die Bezeichnung Facharbeiter verwendet, zum Beispiel Fachkraft für Lagerlogistik oder Fachkraft für Veranstaltungstechnik.

Bis zur Jahrtausendwende erhielten Auszubildende in gewerblich-technischen Berufen nach bestandener Abschlussprüfung ein Facharbeiterzeugnis als Abschlusszeugnis. In den heutigen IHK-Prüfungszeugnissen ist der Begriff „Facharbeiterabschluss“ nicht mehr enthalten.

Ist ein Facharbeiter ein Titel?

Die Antwort lautet nein. Das Wort „Facharbeiter“ beschreibt im Allgemeinen eine Person, die eine technische oder industrielle Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Wenn Sie in den Stellenbörsen nach dem Begriff „Facharbeiter“ suchen, werden Sie keine Berufsausbildung mit dieser Bezeichnung mehr finden.

Wer darf sich Facharbeiter nennen?

Ein Geselle darf sich Facharbeiter nennen, wenn er eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolviert hat. Der Gesellenbrief ist Voraussetzung für die Zulassung zu einer Meister- oder Technikerschule in dem entsprechenden Beruf.

Wann ist man ein Facharbeiter?

Ein Facharbeiter im engeren Sinne ist ein Arbeitnehmer, der eine gewerbliche, kaufmännische oder technische Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Im weiteren Sinne gehören dazu auch Personen, die ein Fachhochschul- oder Universitätsstudium abgeschlossen haben.

Was ist der Unterschied zwischen einem Facharbeiter und einem Angestellten?

Ob jemand als Arbeiter oder Angestellter bezeichnet wird, hängt heute jedoch eher von der Auffassung des Berufs ab. Ein Arbeiter kann leichte ungelernte Arbeiten verrichten, er kann aber auch über eine umfassende Ausbildung verfügen, in diesem Fall wird er als Facharbeiter bezeichnet.

Facharbeiter Lagerlogistik

Fachkraft für Lagerlogistik (Deutschland) bzw. Logistikkaufmann/-frau (Österreich) ist ein dreijähriger Ausbildungsberuf im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistung. Fachkräfte für Lagerlogistik arbeiten im Bereich der logistischen Planung, Steuerung und Organisation von Warenströmen. Sie gestalten Teilprozesse der Warenbewegung oder des Warenumschlags in großen Lagern oder Industrieanlagen. Im Bereich der Transportlogistik übernehmen Fachkräfte für Lagerlogistik auch die Tourenplanung oder die LKW-Disposition oder die Zollabfertigung. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Aufgaben der klassischen Fachlageristen und Fachlageristinnen, wie z.B. Warenannahme, Kommissionierung, Verladung, Stauen, Transport von Waren mit Flurförderzeugen und Verpackung. Je nach Art der Ware kann auch das Bedienen eines Hallenkrans zu den Aufgaben gehören.

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